Wetter zum Backen

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Das Wetter hat uns wieder. Wetter ist ja eigentlich immer. Aber nun war ja schon Frühling, und sogar ich griff glücklich zu Hacke und Gartenschere, um im Kräutergarten klar Schiff zu machen. Sonne … 

Und jetzt liegen wieder Eiskristalle in der Luft und der Wind heult ums Dach.

Meine Häkeldecke ist – pssst! wir jubeln später ausgiebig, okay? –   f e r t i g, aber ich mag keine verwaschenen Blitzlichtfotos machen, oder GraueWolkenDecke über BunterHäkeldecke. Aber wir können ja trotzdem ein bisschen plaudern. So wie Wetter immer Wetter ist, ist auch jeden Tag ein Tag, und heute habe ich gebacken.

mandel

Hefe-Mandel-Blechkuchen

Der Kuchen ist köstlich … Und seit geraumer Zeit bereite ich nur noch Pflanzen zu. Es ist also ein rein pflanzlicher Kuchen. Und so lecker … Ich kann ja mal das Rezept aufschreiben – ich muss aber dazusagen, dass ich so einiges nach Gefühl backe, also fragt gerne nach, wenn etwas unklar ist oder beim Ausprobieren anders wird! Anmerkungen zu den Zutaten gibt’s unten, erstmal das pure Rezept:

250 ml Pflanzenmilch mit
75 g Margarine handwarm erwärmen.

225 g Weizenmehl,
225 g feingemahlenes Weizenvollkornmehl,
3 TL Speisestärke vermischen,

80 g Rohrzucker,
1 P Trockenhefe dazugeben, darauf die Milch.

Mit der Küchenmaschine oder mit Knethaken gründlich vermengen. Wenn der Teig noch klebt, vorsichtig Mehl nachstreuen, bis der Teig sich von der Schüssel löst. Die Schüssel mit einem sonnengelben/orangen Geschirrtuch abdecken, so dass es möglichest dicht ist.

Nach einer halben Stunde nochmal tüchtig durchkneten, wieder gehen lassen. Das kann man dann noch ein- oder zweimal wiederholen, wie es gerade so passt. Der Hefeteig ist dann fertig zum Weiterverarbeiten. Dieses Grundrezept ist vielfältig einsetzbar.

Für einen Mandel-Blechkuchen den Teig ausrollen und auf Backpapier auf ein Backblech legen. Ich lege ihn immer in einen Backrahmen, das macht saftigere Ränder. Während er dort noch ein wenig geht, kannst du die Mandelmasse zubereiten:

125 g Margarine mit

100 g Rohrzucker,

1/2 TL echtes Vanillepulver,

Prise Salz,

200 g oder mehr Mandeln (Blättchen oder gehackt, gemahlen, geröstet …),

200 ml Pflanzensahne    vermischen und in einem Topf auf kleiner Flamme schmelzen, vom Herd nehmen. Die Masse kommt auf den Hefeteig, darüber noch eine feine Streuschicht weißer Rohrzucker, und dann das Blech ca. 20 – 25 Minuten bei 220° in den Ofen.

Mmmmmmh……

Noch ein Wort zu den Zutaten: Pflanzenmilch gibt es in Bioläden oder inzwischen häufig ganz normal im Supermarkt. Es gibt Soya-, Mandel-, Hafer-, Reis- und mehr Pflanzenmilch. Soya finde ich recht neutral, am superleckersten, z.B. auch für pflanzlichen Vanillepudding, finde ich Mandelmilch. Die ist aber auch meist die teuerste… Hafermilch ist für mich super in Hafergebäck, ansonsten schmeckt es mir zu sehr vor, aber das muss jeder selber ausprobieren!

Pflanzensahne ist meist auf gleicher Basis wie die Milch: Soya, Reis etc. Der Anteil von z.B. Soya ist relativ gering, den Fettanteil macht meist Sonnenblumenöl aus, und der Hauptbestandteil ist Wasser. Soyasahne ist prima zum Kochen oder Backen.

Margarine bitte nur in ungehärteter Bioqualität! Jeder Verarbeitungsschritt wie Härten des Fettes etc stellt eine Qualitätsminderung dar.

Vollkornmehl – konnte ich mir früher nicht in Kuchen vorstellen 🙂 Aber inzwischen nehme ich je nach Gebäck die Hälfte bis 100 % Vollkornmehl. Neulich hatte ich nur noch Vollkorn im Haus und wollte dringend backen, und die frisch gebackenen voll-Vollkorn-Zimthefeschnecken kamen allseits super an!

Vollkornmehl gibt es in der Tüte, aber viiiel besser ganz frisch gemahlen, das macht hier bei uns der Bioladen. Und letztes Jahr hab ich mir dann meine eigene Getreidemühle angelacht, und sie ist wundervoll!
Für Kuchen stelle ich den feinsten Mahlgrad ein.

Mit Gefühl die Zutaten zugeben, mit Liebe backen – und dann genießen!

PS: Neulich war ich sauer und fünsch, während ich ein Brot anrührte – was soll ich sagen, es ist nicht aufgegangen und es schmeckte [unaussprechlich]. Nee, das ist kein Zufall! Glückliche Köche machen schmackhaftes Essen, oder wie heißt es noch gleich? Und fröhliche Bäcker backen köstliche Kuchen.

4 Antworten

  1. Annette

    PS: Neulich war ich sauer und fünsch, während ich ein Brot anrührte – was soll ich sagen, es ist nicht aufgegangen und es schmeckte [unaussprechlich]. Nee, das ist kein Zufall! Glückliche Köche machen schmackhaftes Essen, oder wie heißt es noch gleich? Und fröhliche Bäcker backen köstliche Kuchen.

    AHA, und was passiert genau, wenn ich mein Lieblings-Geschirrtuch in wunderbarer Webqualität aber diametral entgegengesetzt in herrlichsten türkis-blau-grün-Tönen zum abdecken nehme???? Da hilft wohl nur ausprobieren, schade, heute kriege ich die Pflanzenzutaten wohl nicht mehr, aber ganz bestimmt werde ich dieses Rezept von dir ausprobieren und danke dir für die schöne Anregung.

    sonnige Grüße aus schrecklich schneenieseligem Wetter von
    Annette, du weißt schon, dem türkisen Plaudertäschchen ;-)))

    • ildicolor

      oooh, Türkis erfreut den Hefeteig bestimmt auch! So, wie Orange die Sonnenwärme darstellt, ist bestimmt auch jede andere Lieblingsfarbe des Bäckers perfekt, um good vibrations in den Kuchen zu bringen! 🙂
      xo xo xo

  2. Angelika

    Liebe Hilde,
    jetzt weiß ich endlich, warum Backwerk ab und zu mißlingt und ich werde mir schnellstens ein Sonnengelbes Backtuch zulegen ;-))
    Von Pflanzenmilch höre/lese ich zum ersten mal, aber wenn es um frisch gemahlenes Getreide geht kann ich Dir nur zustimmen ! Allein schon der Duft beim mahlen ist oberlecker !
    Liebe Grüße
    Angelika bei der es heute Käsekuchen gibt

  3. Karsten

    … Und auch abends schmeckt er (leider) immer noch viel zu gut 😉

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