Jeder Moment ein bisschen Farbe

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klammer5An Farbe kommt man ja gar nicht vorbei. Es gibt nichts, das nicht farbig ist. Alles hat Farbe, Helligkeit, Leuchtkraft und Wechselwirkung mit der Umgebung. Also hat es auch Sinn, darauf zu achten, welche Farben man verwendet, welche man wofür mag, wie sie wirken und wann sie wechseln – mit der Tageszeit, der Stimmung, der Jahreszeit, dem Alter, auch mit der Mode und dem Angebot und dem Zeitgeist. Manche Menschen haben die Lieblingsfarbe, andere brauchen eine Palette an Schattierungen, mit Zwischentönen, Akzenten, Vorder- und Hintergrund, Überraschungen und subtilen Nuancen, aber das in allen Tönen, mit Schwerpunkt auf Farbfavoriten, von Lila über Orange bis Grün, und dazu ein bisschen Gelb und Rosa und Blau… Für jeden Bereich des Lebens gilt wieder eine andere Farbwahl. Kleidung, Einrichtung, Deko, Schmuck, Garten, sogar die Wahl des Haustiers? Die Bettwäsche, die Haartönung, die Kuchenglasur. Der Beutel für die Wäscheklammern.

klammer7Bei dieser Flut an Farben und Informationen ist es manchmal gar nicht so leicht, die echte eigene Farbstimmung zu erspüren. Wir sind begeistert von der neuen Einrichtung bei einer Freundin, einer Handtasche, der Gießkanne, Nagellack, 1000 Ballen Stoff im Laden, den Innovationen dargestellt in Zeitschriften und allgegenwärtigen Medien… und wollen das dann genauso haben, weil es doch so schön ist. Oder so sinnvoll. Oder so pflegeleicht. Aber bei soviel Input noch zu wissen, wer man als Farbklang wirklich ist, ist gar nicht so einfach. Aber es lohnt sich. Neulich stöberte ich an einem Marktstand, an dem im Wind Klamotten wehten, bunte Kleider, T-Shirts und kurze Hosen, und ich wollte unbedingt dieses eine Top haben. Ich hatte die Wahl zwischen Anthrazit und Beerenlila. Was für eine Frage! Ich liebe Farbe und Lila und die Sonne schien, und Grau ist bloß so…. grau. Äääh, aber was war das denn jetzt für ein Bauchgefühl, das mir da dazwischenfunkte? Das dunkelgraue Tunikahemdchen soll stimmiger sein als das farbfrohe? Really?! Ja. Gegen jede Vernunft aufs Bauchgefühl gehört und ein albernes kleines Oberteil aus dem Urlaub mitgebracht. Diesmal in Grau. Ja. (Esel sind auch grau, fällt mir dazu gerade ein. Und ganz entzückend. Und so hübsche Ohren!)

klammer3Ein achtteiliges Schnittmuster aus acht unterschiedlichen Stoffen zu nähen, kann pures Glück sein. (Und mancher schlägt die Hände über dem Kopf zusammen und genießt für sich selig die Schlichtheit einer einzelnen reinen Farbe, und ist es nicht schön, dass alles richtig ist?).

klammer1das Schnittmuster gab mir eine Freundin, freie Anleitung aus dem www

Sogar ein auf dünnes Transparentpapier durchgepaustes Schnittmuster, dem eine Seite aus einer Zeitschrift Stabilität geben soll, kann ein Augenschmaus werden. Packpapier geht auch, klar… Und wie sehr die ganze Angelegenheit Stimmungssache ist, zeigt sich darin, dass ich andererseits auch schon mal Geschenke in Packpapier gewickelt habe – aufgerüscht mit aufgeklebten Liebesmarken und dem Namen des Beschenkten in Glitter-Glue aufgetuscht.

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klammer2Wir sind sowieso von Farbe und Material umgeben, dann kann man damit auch spielen und gestalten und nach Herzenslust kombinieren, und sich genau die Variation rauspicken, die das Herz erfreut. Also horcht doch ab und zu mal auf dieses feine Gefühl, ganz von innen heraus, das ganz genau weiß, was jetzt gerade stimmig ist.

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Farbe ist Schwingung.
Farbton.
Persönlich wie die Handschrift und die Stimmfarbe.

An Farbe kommt man nicht vorbei.
Und jeden Moment farbig zu gestalten,
könnte alles sein, was nötig ist.

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